26.10.2017

Stark aufgestellt in das Wahljahr 2018

v.l.n.r.: Eva Lettenbauer, Ursula Kneißl-Eder, Albert Riedelsheimer, Maria Gramm-Goppel

Die Donau-Rieser Grünen haben in Harburg ihre Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahlen zum Bayerischen Landtag und den schwäbischen Bezirkstag im nächsten Jahr nominiert. Kreisvorsitzende Ursula Kneißl-Eder begrüßte die Anwesenden Mitglieder und Gäste. Sie stellte heraus, dass man den Schwung des Bundestagswahlkampfs mit in die nächsten Wahlkämpfe nehmen wolle. Eva Lettenbauer (25) aus Reichertswies überzeugte mit einer leidenschaftlichen Rede. Die Delegierten nominierten sie einstimmig als Direktkandidatin für den Stimmkreis Donau-Ries und sind motiviert und zuversichtlich mit ihr ein Landtagsmandat zu holen. Die Wirtschaftsingenieurin setzt sich besonders für ein Gelingen der Energiewende und einen digitalen Wandel für Bayern ein. Lettenbauer kritisierte das Verschleppen des Breitbandausbaus durch die CSU in Bayern scharf und betonte generell "Bayern hat einen anderen Politikstil verdient." Zuhören, die Menschen ernst nehmen und dann engagiert und leidenschaftlich handeln sei ihr wichtig. Es dürfe nicht nur geredet werden, denn dadurch entstehe Politikverdrossenheit. Besonders auch in der Asylpolitik müsste endlich darauf gesetzt werden Geflüchtete schnell in Schule, Ausbildung oder Arbeit zu bringen statt das zu verzögern und mit unrealistischen Zahlen Ängste in der Bevölkerung zu schüren. Der Nahverkehr am Land müsse dringend ausgebaut und vom Freistaat mehr gefördert und alle bestehenden Bahnstrecken reaktiviert werden, wie beispielsweise die Hesselbergbahn. In einem Nationalpark Donau-Ries sieht die Grüne Kandidatin Chancen und setzt auf Bürgerdialog. Für sie ist klar, dass Maßnahmen, um den Klimawandel einzudämmen auf keinen Fall mehr aufgeschoben werden dürfen. Milliardenschäden wie in Otting machen das auch im Landkreis deutlich. Nachhaltige Landwirtschaft und ein Ende der Windkraft-Blockade in Bayern durch die 10h-Regelung seinen wichtig für den Umwelt- und Klimaschutz. Weiter will Lettenbauer sich für weniger Flächenverbrauch, mehr Jugendbeteiligung und eine nachhaltigere und gerechtere bayerische Wirtschaftspolitik einsetzen. Sie ist seit sechs Jahren politisch aktiv, seit 2015 Landessprecherin der Grünen Jugend in Bayern und sitzt im erweiterten Landesvorstand der bayerischen Grünen.

Grüner Direktkandidat für den schwäbischen Bezirkstag ist Albert Riedelsheimer (50). Der Sozialpädagoge arbeitet in der Erstaufnahmeeinrichtung in Donauwörth sowie im Bezirkskrankenhaus Donauwörth und ist Landwirt im Nebenerwerb. Riedelsheimer ist Stadtrat in Donauwörth und Mitglied im Kreistag Donau-Ries. Nach der erfolgreichen Bundestagswahl will er weiterhin "Kurs halten" und mit klaren inhaltlichen Positionen in den Wahlkampf gehen. Im Bezirkstag will er sich für mehr wohnortnahe Angebote für psychische Kranke einsetzen. Für ihn ist die tatsächliche Erreichbarkeit entscheidend: "Häufig scheitert die Nutzung von Angeboten am mangelhaft ausgebauten Nahverkehr. Hier sieht er gerade im nördlichen Ries erheblichen Nachholbedarf." Daneben ist es Riedelsheimer ein Anliegen, Menschen mit Behinderung die Teilnahme am Alltagsleben zu erleichtern. Dazu gehören barrierefreie Zugänge zu öffentlichen Gebäuden, Informationen in einfacher Sprache und die Möglichkeit von selbstbestimmtem Wohnen. Im Wahlkampf wollen die Grünen gemeinsam einen klaren Kurs einschlagen und ihre Positionen deutlich machen.

Die Versammlung sprach sich mit eindeutigen Voten für Julius Hagl, Oettingen, als Listenkandidat für den Landtag aus. Hagl ist Psychotherapeut, politisch liegen ihm Umwelt, Natur und der soziale Bereich sehr am Herzen. Listenkandidatin für den Bezirkstag ist Maria Gramm-Goppel, Gemeinderätin aus Belzheim. Beruflich ist die Dipl.-Sozialpädagogin (FH) im Landratsamt Donau-Ries tätig.